Neues aus Bundaberg

Ich bin jetzt schon zweieinhalb Monate in Bundaberg und die Zeit ist doch schneller verflogen als gedacht. Seit meinem letzten Artikel gab es sogar ein paar kleine Veränderungen.

Job #3 Pacific Gold

Die Saison bei den Gourmet Tomatoes ist vorbei und Bucca Beans hat uns 3 Tage hintereinander keine Arbeit geben können. Sei es eine kaputte Maschine oder ein zusammengebrochener Markt für Bohnen. Daher haben wir einen neuen Job bekommen. Mein neuer Arbeitgeber heißt Pacific Gold und verpackt Macadamia Nüsse. Meine Aufgabe besteht darin die faulen Nüsse am Band auszusortieren. Die Hygienevorschriften dort sind sehr streng.

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Sexy Arbeitskleidung

Wir tragen komplett weiße Arbeitskleidung, ein Haarnetz und Kopfhörer. Vor jedem Arbeitsantritt müssen wir die Hände und Unterarme waschen, Handschuhe anziehen und diese desinfizieren. Bei Pacific Gold wird in drei Schichten gearbeitet. Ich arbeite zur Zeit in der Nachtschicht beginnend um 22.30 Uhr bis 6 Uhr morgens in der Früh. Es ist eine seltsame Umstellung. Ich bin um 6.30 Uhr zurück im Hostel und gehe dann erstmal schlafen, wobei meine Schlafdauer immer länger wird, wo ich am ersten Tag bereits um 12 Uhr wieder aufgestanden bin habe ich beim letzten mal bis 15.30 Uhr geschlafen, danach bin ich allerdings immer noch sehr schläfrig. Aber dafür bleibe ich während meiner Schicht auch tatsächlich wach. Die anderen Mädels werden sehr schläfrig, schlafen teilweise wirklich ein oder müssen mit Kaffee, Energydrinks oder Cola nachhelfen. Ich muss glücklicherweise auf keines dieser Hilfsmittel zurückgreifen. Auf Nachfrage hin bin ich nach 3 Wochen in der Nachtschicht in die Nachmittagsschicht gewechselt, es sind nicht nur bessere Arbeitszeiten sondern auch mehr Geld, da wir eine halbe Stunde pro Tag länger arbeiten. Dort war ich 4 Wochen bis ich nun wieder bei der Nachtschicht gelandet bin, ich war begeistert!
Auch wenn dieser Job sehr langweilig ist überwiegen dennoch die Vorteile, es ist stündlich bezahlt und wenn wir über 35 Stunden die Woche gearbeitet haben, werden uns 7 Tage gut geschrieben statt 5.

Raumwechsel

Neben einem neuen Job habe ich vor einigen Wochen auch meinen Raum gewechselt. Als ich die Miete bezahlt habe, hat Wanda (unsere Hostel Mama) mich gefragt ob ich den Raum wechseln möchte, da ich nun mit 4 Kerlen alleine auf einem Zimmer bin und sie weiß was die nachts so anstellen. Was genau überlasse ich gerne eurer Fantasie. Und da sie damit leider recht hatte habe ich das Angebot dankend angenommen. Einer meiner ehemaligen Mitbewohner hat nicht nur geschnarcht sondern auch im Schlaf geredet. Eines Nachts hat er im Schlaf um Hilfe gerufen, das ist nicht nur ein Stück weit gruselig, sondern hat mich auch extrem erschrocken.
Somit bin ich jetzt in einem reinen Mädelszimmer, nachts ist es ruhig und endlich gibt es wieder Klatsch und Tratsch von den Partys am Wochenende 😀

Freizeitgestaltung

Bundaberg ist ein eher kleines Städtchen, das leider nicht allzu viele Freizeitangebote liefert. Dennoch versuche ich das Beste aus meiner Freizeit zu machen.

Aktivitäten im Hostel

In meinem Hostel gibt es jetzt nicht unbedingt allzu viele Möglichkeiten irgendetwas zu unternehmen. Aber immerhin gibt es einen Pool, an dem ich auch viel Zeit verbringe, wenn ich einen freien Tag habe. Wenn mir mal der Sinn nach Fernsehen steht kann ich unseren TV-Room nutzen. Es stehen auch einige DVDs und Serien zur Verfügung. Außerdem bietet das Hostel Abendprogramm an, beispielsweise findet jeden Mittwochabend ein Gruppenquiz statt und Donnerstagabends spielt ein Musiker live. Er ist wirklich gut, er spielt Gitarre und singt dazu aktuelle Hits und bekannte Oldies. Am Wochenende spielt ein DJ und hier ist große Party.

Außerhalb des Hostels

Wenn ich meine Freizeit nicht im Hostel verbringe, gibt es einige wenige Möglichkeiten, wo man mich finden könnte.

Eine Möglichkeit ist der botanische Garten. Hier lohnt sich ein Besuch definitiv, es gibt schöne Gärten zu besichtigen und unglaublich viele Leguane zu sehen. Anscheinend lieben sie das Wasser dort, da sie jedes mal reinspringen, wenn man ihnen zu nahe kommt. Außerdem gibt es hier einen Zoo mit freiem Eintritt. Dieser ist allerdings sehr klein und es gibt nur ein paar wenige australische Tiere zu sehen, dennoch ist er ganz süß. Ein weiterer schöner Platz um die Natur zu beobachten sind die Swamps. Das ist eine Ansammlung von Tümpeln. Hier gibt es ganz viele Fledermäuse – australische Fledermäuse sind riiiesig – und schwarze Schwäne.

Mit Sport habe ich auch wieder begonnen.  Ich gehe mindestens einmal die Woche schwimmen. Es tut richtig gut wieder normal trainieren zu können. Nach den zwei Stunden bin ich zwar mega k.o. aber ich fühle mich super. Außerdem ist es ein toller Ausgleich zu der körperlichen Arbeit. Dank einer Freundin, die ich hier kennengelernt habe, habe ich sogar einen richtigen Trainingsplan, einen Badeanzug, eine Badekappe, eine Schwimmbrille und sogar ein Brett, also fast so wie früher 😉
Edit: es ist schon einige Wochen her, als ich angefangen habe den Artikel zu schreiben… Leider bin ich nicht mehr so regelmäßig schwimmen gegangen, allerdings wollte ich euch meinen Enthusiasmus von vor einigen Wochen nicht vorenthalten 😉

Passend zum Start des Oktoberfestes gab es natürlich hier in Bundaberg auch ein Oktoberfest für einen Tag. Als Deutsche habe ich diesem natürlich einen Besuch abgestattet und musste leider feststellen, dass es noch nicht einmal deutsches Essen gab. Es war sehr enttäuschend, da ich wenigstens deutsches Essen haben wollte. Nicht einmal das Bier war deutsch… Immerhin hatten wir gutes Wetter und es gab leckeres internationales Essen.

Bundaberg ist für seinen Rum bekannt! Daher gab es vor ein paar Wochen das Bundaberg Rum Festival, dem wir einen Besuch abgestattet haben. Es gab ganz viel leckeres Essen, natürlich Rum und Live Musik. Es war ein witziger Nachmittag.

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Das Ende naht

Unglaublich aber wahr ich bin tatsächlich schon seit zweieinhalb Monaten in Bundaberg. Die Zeit ist relativ schnell verflogen. Tatsächlich bin ich in den nächsten 2 Wochen mit meinen Farmtagen fertig. Vermutlich bleibe ich ca. 2 Wochen länger um noch etwas Geld zu sparen. Wie es danach weitergeht werde ich euch definitiv berichten.

Da mein Aufenthalt hier in Bundaberg leider nicht so ereignisreich ist, hat es jetzt eine halbe Ewigkeit gebraucht diesen Artikel zu veröffentlichen. Dafür will ich mich noch bei euch entschuldigen! Ich hoffe der nächste Artikel lässt nicht ganz so lange auf sich warten. Aber sobald ich aus Bundaberg raus bin gibt es auf jeden Fall wieder mehr Ereignisse über die es sich zu berichten lohnt!


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