Abenteuertour durch Thailand

Kristallklares Wasser, Übernachten in Rafthouses auf einem See und das Nachtleben Bangkoks. Dies sind nur einige der Dinge, die ich während meiner Abenteuer Tour erlebt habe.

Bangkok

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Liegende Buddha Statue im Wat Pho

Alles begann in Bangkok. Hier besichtigten wir einige Tempel, unter anderem den Wat Pho. Die Hauptattraktion hier ist die 50 meter lange und 15 meter hohe vergoldete liegende Buddha Statue. Sie ist wirklich beeindruckend! Der zweite Tempel war der Wat Arun. Ebenso ein beeindruckendes Gebäude, allerdings mit kleinerer Buddha Statue. Hier steht auch der glückliche Buddha. Es heißt, wenn man seinen Bauch streichelt, bringt es Glück.

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Happy Buddha 🙂

Die Version der Geschichte des „Happy Buddha“ unseres Tour Guides war sehr witzig. Als Mönch galt er immer als sehr gut aussehend und die Frauen waren hinter ihm her und wollten ihn von seinem Weg als Mönch abbringen. Er machte sich viele Gedanken über einen Lösungsweg und kam zu dem Entschluss, dass er sein Aussehen ändern müsse. Und somit begann er zu essen und wurde immer dicker. Die Frauen umgarnten ihn nicht mehr und er konnte seinen Weg als Mönch ohne Hindernisse fortführen.
Die offizielle Version lautet, dass er viel von Kindern umgeben war und Süßigkeiten verschenkt hat. Sein Lebensmotto war: Je mehr wir geben, desto mehr bekommen wir zurück. Er verbreitete Glück und Freude und hatte immer ein Lächeln auf den Lippen. Er glaubte an die Kraft des Lachens um Probleme zu beheben. Damit lag er damals schon sehr richtig, da durch das Lachen Glückshormone hervorgerufen werden, welche die Probleme viel kleiner erscheinen lassen.
Beide Geschichten sind interessant, aber die offizielle gefällt mir besser und es wäre schön wenn mehr Menschen diese Philosophie vertreten würden 🙂

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Ladyboy Show in Bangkok

Nach den Besichtigungen der Tempel und einer Tuk Tuk Fahrt die an Fast & Furious erinnerte, erlebten wir das Nachtleben Bangkoks, allerdings nicht nur das normale 😀 Am Abend des zweiten Tages haben wir eine Show besucht, eine Ladyboy Show 😀 Ladyboys sind in Thailand und vor allem in Bangkok nichts unübliches. Viele Männer lassen sich hier in Frauen umoperieren und der Unterschied ist nicht so leicht zu erkennen.

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Khaosan Road in Bangkok

Unbedingt zu erwähnen ist auch die Khaosan Road, das ist die Backpacker Straße in Bangkok. Hier gibt es viele Geschäfte und Restaurants, am Abend wird die Straße zu einem Markt und nachts zu einer Partymeile. Zudem ist hier alles unglaublich günstig. Ich habe mir an meinem ersten Tag eine halbstündige Rücken-, Nacken- und Schultermassage gegönnt, für 180 Baht (ca. 5€)!

 

Khao Sok

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Nachtzug

Unser nächster Stop war Khao Sok, den langen Weg haben wir mit dem Nachtzug zurückgelegt. Das war erstaunlicherweise sehr angenehm. Die Betten waren sehr schmal, aber man konnte dennoch gut schlafen. In Khao Sok angekommen sind wir in Kleinbusse umgestiegen und haben uns auf den Weg zu dem See im Khao Sok National Park gemacht. Hier sind wir ca. eine Stunde mit einem Longboat rumgefahren. Nach dreiviertel der Strecke haben wir einen Halt gemacht mit der Ansage: Let’s go swimming! Das musste man uns nicht zweimal sagen und somit sprangen wir alle vom Boot in das kristallklare türkise Wasser. Es war eine schöne Abkühlung zu der Hitze. Nach einer halben Stunde war der Spaß leider wieder vorbei und wir fuhren weiter zu den Rafthouses. Die Unterkunft bestand aus vielen kleinen Häusern die auf dem Wasser gebaut waren. Sie waren sehr minimalistisch eingerichtet, hier ging es hauptsächlich um das Erlebnis auf einem See zu übernachten.

Am nächsten Tag haben wir unseren ersten Ausflug in der Natur unternommen. Wir wussten alle nicht was genau auf uns zu kommen würde. Wir wussten nur es wird eine Wanderung bei einem Wasserfall und wir könnten nass werden. Was uns dann erwartete war folgendes: Eine Wanderung im Wasserfall und wir wurden komplett nass! Die Tour war super! Wir sind einen Wasserfall hoch gelaufen und geklettert und haben Fotos unter dem Wasserfall gemacht. Es war anstrengend, erfrischend, hat Spaß gemacht und definitiv ein Erlebnis, welches man nicht so oft hat. Bis dahin war das mein Highlight der Reise.

Der nächste Tag begann mit einem leichten Frühstück und dem auschecken aus den Rafthouses. Wir ließen unser Gepäck dort und fuhren zu der nächsten Wanderung, die Vorwarnung dieses mal: Ihr werdet komplett nass und wir werden in einer Höhle sein.
Die Wanderung führte uns durch den Regenwald, die Natur war unglaublich, der Wald bestand hauptsächlich aus riesengroßen Bambus Stäben, es sah wunderschön aus, erinnerte an riesige Mikadostäbe und man fühlte sich einfach nur klein im Vergleich. Viel Zeit um die Natur zu bewundern blieb leider nicht, ich musste mich viel mehr darauf konzentrieren nicht in  den Matsch zu treten, dadurch hat man unübliche Wege gefunden, aber es funktionierte 😉
Wir liefen eine halbe Stunde zu einer Höhle, dort wurde uns erzählt, dass der komplette Weg durch die Höhle mit Wasser gefüllt ist, es ist dunkel, wir müssen unsere Taschenlampen die ganze Zeit verwenden und an manchen Stellen müssen wir schwimmen. Ich war begeistert und konnte es kaum erwarten in die Höhle zu gehen. Die Tour war unbeschreiblich! Wir sind 2 Stunden lang durch die Höhle gewatet. Die Höhe des Wassers variierte zwischen Knöchelhoch und Kinnhoch und es war fließendes Gewässer wodurch wir teilweise mit einer starken Strömung kämpfen mussten. Die schwierigste Stelle war mitunter auch die, die mir am meisten Spaß gemacht hat und mich herausgefordert hat. Wir mussten gegen die Strömung an einem Seil einen 2 meter hohen Felsen hochklettern. Die Strömung war unglaublich stark und es war sehr anstrengend aufzupassen, dass die Strömung einem die Beine nicht vom Felsen wegreißt und gleichzeitig sein komplettes Gewicht an dem Seil hochzuziehen. Erstaunlicherweise gelang es mir sehr gut und ich war schnell oben. Der weitere Weg danach war nicht mehr allzu spektakulär im Vergleich, dafür haben wir viele Fledermäuse und große Spinnen gesehen, ie mich nicht so sehr angeekelt haben, wie ich befürchtet hatte. Diese Tour war definitiv mein Highlight der kompletten Abenteuer Tour und ich würde es jederzeit wieder machen. Wandern, klettern und Wasser das ist genau die richtige Kombination für mich!

Kho Phi Phi

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Handtuch Elefanten 🙂

Nach der Wanderung sind wir nach Kho Phi Phi aufgebrochen. Wir waren einen ganzen Tag unterwegs mit dem Longboat, einem Kleinbus, einem Katamaran und wieder einem Longboat. Leider hat es geschüttet wie aus Eimern als wir auf Kho Phi Phi angekommen sind und somit war die Fahrt auf dem Longboat nicht mehr so angenehm, vor allem nicht für unser Gepäck, dieses war dem Regen voll ausgesetzt. Allerdings hat die Unterkunft alles wieder wett gemacht. Wir waren in Zweiergruppen in kleinen Häuschen untergebracht. Es gab gemütliche, große Betten und eine tolle warme Dusche. Auf den Betten begrüßten uns kleine Elefanten aus Handtüchern. Am Abend sind wir alle zusammen essen gegangen, danach haben wir das Nachtleben etwas erkundet. Der erste Halt war ein Thaiboxing Club, hier traten aber die Urlauber gegeneinander an. Der Anreiz: ein Bucket Cocktail umsonst, das beste Mittel um junge Urlauber anzulocken. Und tatsächlich hat jemand aus unserer Gruppe sich getraut anzutreten, leider lief es nicht ganz so glimpflich, was aber auch damit zusammen hing, dass sein Gegner irgendeine Kampfsport ausübt. Dafür hat er sich wirklich gut geschlagen 😉
Als nächstes ging es zur Beach Party. Laute Musik, tanzende junge Leute, viel Alkohol und Feuerspiele erfüllten den sonst so ruhigen Strand. Es war ein interessanter Abend. Wir haben viel getanzt und getrunken und ich war das erste Mal betrunken, hätte ich auch drauf verzichten können, aber es wurde sich sehr gut um mich gekümmert, wofür ich wirklich dankbar bin 😉
Am nächsten Morgen sind wir, trotz Kater, auf den Aussichtspunkt in Kho Phi Phi gegangen. Der Weg dahin war gar nicht so einfach. Wir mussten etliche Stufen laufen und bei der Hitze war das ziemlich anstrengend! Aber es hat sich definitiv gelohnt!

Kho Panghan

Am darauffolgenden Tag ging es nach Kho Panghan. Unsere Unterkunft vor Ort war ein Hostel mit 8 Bettzimmern, was im Vergleich zu den vorherigen Unterkünften ernüchternd war. Hier haben wir unsere letzten 4 Tage verbracht. Wir waren am Strand, shoppen und haben viel relaxt. Im Vergleich zu den anderen Destinationen war Kho Panghan etwas enttäuschend. Schade, dass wir hier als letztes waren.

Fazit

Die Abenteuer Tour war ein tolles Erlebnis, wodurch ich definitiv einiges erlebt habe, was ich normalerweise nicht gemacht hätte. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und auch die Tourguides von Ultimate waren super! Ich habe viel von Thailand gesehen und werde auf jeden Fall noch einmal herkommen. Die Natur ist beeindruckend und die Menschen unglaublich freundlich!


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