Mein Projekt in Thailand

Meine ersten zwei Wochen in Thailand habe ich in dem Elefanten Projekt Surin Project verbracht. Leider ist meine Zeit hier schon wieder vorbei, aber es war wunderschön und ich habe viele neue Erfahrungen gemacht.

Surin Project

Das Projekt in dem ich die ersten zwei Wochen gearbeitet habe heißt Surin Project. Wie der Name schon sagt, liegt es in Surin in Thailand.
Surin ist die Elefanten Stadt in Thailand. Hier findet man sehr viele der grauen Riesen, sie werden quasi wie Haustiere gehalten. Aber wer jetzt denkt: „Oh wie süß!“ hat falsch gedacht. Sie werden hier nicht sonderlich gut behandelt. Aber darauf gehe ich weiter unten ein.

Das Surin Project setzt sich dafür ein, Elefanten gut zu behandeln und ihnen ein gutes Leben zu bieten. Die Mahouts (Betreuer der Elefanten) müssen sich an einige Regeln halten:

  1. Sie dürfen nicht die Spitzhacke benutzen um die Elefanten zu „erziehen“
  2. Die Elefanten dürfen nur nachts und an einem Bein angekettet sein
  3. Sie dürfen nicht auf ihnen reiten

Alle Mahouts die sich nicht an diese Regeln halten, fliegen aus dem Projekt.

Die Aufgaben sind strikt vorgegeben und wir haben einen Wochenplan mit eher wenig Freizeit 😀 Darunter fallen folgende Aufgaben:

  • Zuckerrohr schneiden
    fällt alle 2 Tage an, da wir in zwei Gruppen eingeteilt sind, es macht echt Spaß und man kann gut überschüssige Energie loswerden
  • die Elefanten Anlage sauber machen
    fällt alle 2 Tage an, diese Aufgabe ist meist nach 10 Minuten erledigt, da wir nur die Überreste des Zuckerrohrs wegbringen müssen
  • Elefanten füttern
    leider füttern die Volontäre die Elefanten nur einmal die Woche, aber man merkt schnell wie gierig sie sein können 😀
  • Spaziergang mit den Elefanten
    das machen wir jeden Tag und es ist wirklich cool neben den Elefanten her zulaufen. Jeder Spaziergang endet zum Baden im See oder im Fluss. Es ist faszinierend zu sehen wie viel Spaß es den Elefanten macht!
  • Rumhängen mit den Elefanten
    Meine liebste Aufgabe 😀 wir schauen den Elefanten 2 Stunden beim Fressen zu 😀 Und machen Fotos, können sie streicheln und lernen die Mahouts besser kennen
  • Olympische Spiele mit den Mahouts
    es werden Teams gebildet, die gegeneinander antreten. Es gibt 4 Spiele: mit einer Steinschleuder Flaschen abwerfen, kleine Steinchen mit der Hand fangen (von der Handinnenfläche auf die Außenseite werfen und die übrig gebliebenen nochmal hochwerfen und mit der Faust nach unten auffangen), eine Art Minigolf und mit Flip Flops eine Flasche abwerfen. Das Verlierer Team muss tanzen und wird mit Babypuder eingepudert. Glücklicherweise hat mein Team in beiden Wochen gewonnen 😀
  • BBQ mit den Mahouts
    Die Mahouts grillen für uns. Das war das beste Essen, dass ich seit mehreren Wochen gegessen habe (abgesehen von den morgendlichen Pancakes 😉 )
  • Thai Unterricht
    Einmal die Woche haben wir für eine Stunde Thai Unterricht. Hier werden uns die Grundlagen der Sprache und der Kultur beigebracht. Finde ich super!
  • Englisch Unterricht
    insgesamt haben wir dreimal die Woche unterrichtet. Zweimal in der örtlichen Grundschule, es war gar nicht so einfach die Kinder ruhig zu kriegen, und einmal im Tempel die Mönche und Schulkinder. Ich bin echt froh, dass ich nicht auf Lehramt studiert habe 😀

Alle Aufgaben haben wirklich Spaß gemacht. Da jeder Tag bereits um 7 Uhr morgens mit dem Frühstück begann, fühlte man sich zum Mittagessen bereits so, als wäre ein kompletter Tag um. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt!

Der traditionelle Umgang mit Elefanten

Wie oben bereits geschrieben gibt es in Surin noch viele andere Elefanten, die ich während meines Aufenthalts gesehen habe. Leider konnte man an vielen sehen wie schlecht sie behandelt werden. Die Mehrheit war an beiden Vorderbeinen festgekettet, wodurch ihre Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt wurde. Es ist ihnen nicht einmal möglich sich hinzulegen, geschweige denn sich in einem größeren Umkreis als 2 Meter zu bewegen. Um ihren Kreislauf in Schwung zu halten bewegen die Elefanten sich mit dem Oberkörper hin und her, was den Touristen häufig als „tanzen“ verkauft wird.
Außerdem sieht man Zirkuselefanten oder welche die als Reittiere genutzt werden. Auch Reiten ist für Elefanten alles andere als gut. Elefanten sind zwar starke und stämmige Tiere, aber ihre Wirbelsäule ist das schwächste und sensibelste Körperteil, vor allem bei den asiatischen Elefanten, da deren Wirbelsäule nach oben gebogen ist. Das Reiten verringert die Lebenserwartung der Elefanten um einige Jahre.
Besonders schmerzt es zu sehen, wenn die Elefanten mit einer Spitzhacke geschlagen werden. Sie wird genutzt um sie zu erziehen oder in die richtige Richtung zu lenken. Bei einigen Shows nutzen die Mahouts versteckte Nägel in der Hand um die Elefanten zu leiten und den Touristen eine heile Welt vorzuspielen.

Es ist traurig zu sehen wie die meisten Elefanten behandelt werden. Aber dennoch finde ich es ist auch eine „gute“ Seite des Surin Projects. Denn du entwickelst viel schneller ein Verständnis für das Missverhalten gegenüber Elefanten, wenn du es mit eigenen Augen gesehen hast und siehst wie die Tiere leiden.

Das Prinzip hinter dem Surin Project ist, den Mahouts aufzuzeigen, dass man auch ein gutes Leben führen kann, ohne die Elefanten zu quälen. Sie erhalten Geld durch die Projekteinnahmen und durch eine Auktion des Projekts. Daher ist es auch wichtig, dass viele Volontäre an dem Projekt teilnehmen um den Elefanten ein schönes Leben bieten zu können.

Surin Dog Project

Nicht zu vergessen waren die tollen Hunde bei meiner Unterkunft. Eine ehemalige Voluntärin, Loz, hat bei ihrem zweiten Besuch in Surin das Surin Dog Project ins Leben gerufen. Es ist quasi ein Tochterprojekt des Surin Projects. Bei diesem Projekt pflegt sie die Hunde in Surin gesund und einige der treuen Vierbeiner waren auch bei uns im Projekt. Sie sind unglaublich süß und liebenswert und waren immer bereit zum kuscheln. Für ihren nächsten Aufenthalt plant sie 200 Hunde zu kastrieren.

Mein Fazit zu meinen 2 Wochen Surin?

Es war ein unglaublich schöne Zeit! Ich würde das Projekt jedem weiter empfehlen und ich habe mich total in die Elefanten verliebt! Man verbringt wirklich viel Zeit mit den Dickhäutern und kommt ihnen sehr schnell nah. Man lernt auch viel über die Kultur der Thailänder, alleine schon wegen des Thai Unterrichts und der Willkommenszeremonie. Außerdem kommt man schnell in Kontakt mit den Mahouts und anderen Mitarbeitern des Projekts. Die Thailänder sind immer lieb und lächeln dich an, sie sind hilfsbereit und du schließt sie einfach schnell in dein Herz!
Eines Tages werde ich definitiv wieder kommen!


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