Kangaroo Island – Frühstück mit Känguruhs

Von Cape Jervis aus nahmen wir endlich die Fähre nach Kangaroo Island. Kangaroo Island liegt südlich von Adelaide. Die Insel ist 150 km groß und hat sehr viel zu bieten. Natürlich auch ganz viele Känguruhs 😉 tatsächlich gibt es auf Kangaroo Island eine eigene Spezies, die etwas kleiner ist als die Känguruhs auf dem Festland. Wir haben 2 komplette Tage auf der Insel verbringen können, die wir auch sehr gut genutzt haben.

Unsere Unterkunft

Ich starte mal mit unserer Unterkunft. Es war keine normale Unterkunft, es war ein Traum von Unterkunft. Wir haben in einer Hütte von Waves and Wildlife Cottages übernachtet. Zum ersten war es super mal wieder in einem eigenen Bett zu schlafen und ein eigenes Zimmer zu haben. Nach Roadtrip und viel zu vielen Hostelnächten war das eine Wohltat. Hinzu kamen ein sauberes Badezimmer und eine Küche, die nicht von Backpackern überrannt wurde. Das Highlight war allerdings die Lage des Cottages, wir waren direkt in mitten der Känguruhs in freier Natur. Sie sind bis zu unserer Terrasse gekommen! Es waren unglaublich viele Känguruhs um uns herum, teilweise sogar mit nicht mehr ganz so kleinen Joeys (Baby-Känguruhs). Man konnte sie den ganzen Tag beobachten und wir haben sie sogar füttern können. Sie sind zwar sehr schreckhaft, aber auch sehr zutraulich. An einem Abend habe ich traumhafte Bilder von den Känguruhs mit Sonnenuntergang machen können! Nicht nur Känguruhs haben uns dort besucht. Eines Abends saßen wir auf der Terrasse und aus dem Augenwinkel sah ich plötzlich einen schwarzen Schatten über den Boden laufen. Nachdem ich genauer hinsah stellte ich fest, dass es ein Possum ist. Es kreiste um Mamis Stuhl herum, irgendwann sprang es auf einen der freien Stühle und war mit dem Köpfchen auf dem Tisch. Es war richtig niedlich und extrem zutraulich, es hatte kein bisschen Angst vor uns. Dementsprechend war es gar nicht so leicht es vom Tisch fernzuhalten. Dennoch ist es uns irgendwann gelungen und wir konnten in Ruhe weiter essen.

 

Pennigton Bay

Noch auf unserem Weg von der Fähre zu unserer Unterkunft kamen wir am Pennington Bay vorbei. Es ist ein unglaublich schöner Strand mit türkisblauem klarem Wasser. Besonders bei Surfern ist der Strand beliebt, da er perfekte Konditionen fürs surfen bietet.

 

Flinders Chase National Park

Unseren ersten Tag haben wir im Flinders Chase National Park verbracht. Es ist ein großer National Park im Süden der Insel. Hier kann man schöne Wanderungen machen, Koalas bestaunen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel besuchen.

 

Remarkable Rocks

Die Remarkable Rocks sind eine dieser Sehenswürdigkeiten und sie sind wirklich bemerkenswert. Die Sandsteine sind über die Jahrhunderte durch Erosion, Wind und das Salzwasser zu faszinierenden Felsen geformt worden. Sie sehen aus wie ein Kunstwerk. Zu den Remarkable Rocks führt ein kleiner Weg. Es ist erlaubt ein wenig auf den Felsen herumzuklettern, aber man muss sehr vorsichtig sein, da es direkt steil ins Meer hinabführt.

 

Admirals Arch

Admirals Arch ist ein von der Natur geformter Bogen. Der Bogen selbst ist faszinierend. Er entstand, wie fast alle Steine hier, durch Erosion, Druck und das Meer. Irgendwann ist ein Teil des Felsens eingestürzt und hinterließ den Bogen. Aber das tollste am Admirals Arch sind die vielen Seelöwen die man dort findet. Es sind New Zealand Fur Seals. Man kann sie beim sonnen und spielen beobachten. Es gab sogar einige Jungtiere die noch niedlicher zu beobachten waren 😊

 

Cape du Coedic Lightstation

Es ist einer der ältesten Leuchttürme auf der Insel. Man hat ein tolle Aussicht und es gibt ein paar tolle Wanderwege die von dort starten. Der Leuchtturm ist auch der Ausgangspunkt um zum Admirals Arch zu kommen.

 

Little Sahara

Der zweite Tag war etwas entspannter. Wir sind in den Süden der Insel gefahren. Hier haben wir einen Stopp bei Little Sahara gemacht. Wie der Name schon vermuten lässt ist es eine riesengroße Sandfläche, die an die Sahara erinnert. Es macht viel Spaß durch die Sanddünen zu laufen, bzw. hochzuklettern. Durch den Wind wurde es noch etwas abenteuerlicher. Der Sand saß im Nachhinein überall. Auch Papis Bartstoppeln wurden nicht verschont 😀 Man hat einen tollen Ausblick auf die Insel. Hier kann man auch verschiedenen Aktivitäten nachgehen, sand boarding, quad bike oder fat bike fahren. Da es sehr regnerisch aussah, haben wir dies allerdings ausgelassen.

 

Vivonne Bay

Vivonne Bay soll einer der schönsten Strände Australiens sein. Mit dieser Information haben wir uns natürlich auf den Weg gemacht um ihn zu besuchen. Dort angekommen wurden wir irgendwie enttäuscht. Es war ein schöner Strand, definitiv, mit türkisem Wasser, sehr wenig Menschen und ganz viel Platz. Aber ich habe tatsächlich schon schönere gesehen. Zum Beispiel Pennington Bay. Dennoch haben wir eine schöne Aussicht genossen 😊

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Am Ende des Tages sind wir noch Essen gegangen. Es war ein kleines Restaurant, aber alleine schon die Einrichtung war mit ganz viel Liebe dekoriert worden. Das Essen war ebenfalls super. Am tollsten war jedoch die Mitarbeiterin. Sie war unglaublich freundlich, wie für Australier so üblich 😉

Kangaroo Island war einer der schönsten Punkte auf meiner Australien Reise. Die Natur ist großartig, wir haben eine tolle Tierwelt erlebt und es war einfach super mal wieder in einem normalen Bett zu schlafen. Der Aufenthalt hier war einfach perfekt!
Allerdings sollte man die Größe der Insel nicht unterschätzen. Es dauert sehr lange von A nach B zu kommen. Es gibt nicht viele geteerte Straßen auf der Insel und die anderen Straßen sind sehr ruckelig. Dennoch lohnt sich ein Besuch auf Kangaroo Island, ich würde es jedem sofort weiter empfehlen!


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